Buchtipps: LiteraturLese

Nora Bossong. Schutzzone (2019)

Mira Weidner arbeitet für die Vereinten Nationen in Genf, sie führt Verhandlungen, schreibt Berichte – und Nora Bossong berichtet dem Leser von Miras Zweifeln am Sinn ihrer Arbeit, von ihrer unmöglichen Liebe zu Milan, von ihrer Einsamkeit und Zerissenheit.

Schutzzone ist ein extrem faszinierender Roman, auf dessen besondere Art man sich einlassen muss. Mehr zum Roman auf LiteraturLese.de!

Buchtipps: LiteraturLese

Gisa Pauly. Zugvögel (2020)

In diesen Osterferien auf Sylt bekommt Mamma Carlotta mächtig viel zu tun: Bei Floras Charitiy schwingt sie jeden Nachmittag die Stricknadeln, sie muss sich um eine höchst anstrengende Cousine kümmern und dann gibt es auch noch einen Mordfall in dem Hotel, in dem Enkelin Carolin arbeitet …

Band 14 der humorvollen Krimi-Serie um die quirlige und warmherzige Mamma Carlotta. Mehr dazu auf LiteraturLese.de!

Buchtipps: LiteraturLese

Regina Scheer. Gott wohnt im Wedding (2019)

Ein Haus erzählt von seinem bewegten Leben im Berliner Stadtteil Wedding, traditionell einem eher armen Arbeiterviertel. Glücklicherweise lässt Autorin Regina Scheer auch Menschen zu Wort kommen: Leo, Gertrud und Laila vor allem. Sie sind – auf jeweils unterschiedliche Weise – mit dem Haus und seiner Geschichte verbunden, sie füllen das Haus mit Leben und auch diesen Roman.

Lesenswerter Roman über Juden-, Sinti- und Romaverfolgung während der Nazizeit und die Nachwirkungen bis heute. Mehr dazu auf LiteraturLese.de!

Buchtipps: KrimiLiebe

Katharina Peters. Bornholmer Schatten (2020)

Nach dramatischen Fehlern in ihrem ersten selbstständigen Fall in Rostock flüchtet die junge Kommissarin Sarah Pirohl nach Bornholm. Aber der Fall holt sie ein, auch auf Bornholm wird eine Tote gefunden, ein Zusammenhang der Fälle lässt sich nicht leugnen. Sarah ermittelt wieder, in einem deutsch-dänischen Team, und findet heraus, dass ihre Familie tief verstrickt ist.

Mehr über diesen gelungenen Serien-Auftakt auf LiteraturLese.de.

Tipps für bessere Texte

Für bessere Texte

Jede Botschaft braucht Worte, um bei anderen Menschen anzukommen – egal, ob Sie ein Produkt oder eine Dienstleistung anbieten, ob Sie informieren oder unterhalten wollen. Erst mit einem Text, der genau auf Ihre Zielgruppe und auf das Medium (Buch, Broschüre, Internet …) zugeschnitten ist, erreicht Ihre Botschaft die Menschen, die Sie ansprechen wollen. Als erfahrener Textprofi kann ich Sie genau dabei unterstützen.

Damit Ihr Text dann die passende Form annimmt, übernehme ich auch den Satz, das Layout oder das Content-Management: Egal ob Print oder Homepage – ich bringe Ihren Text in die richtige Form, damit er seine Wirkung optimal entfalten kann.

Lektorat
Vom Korrigieren der Orthografie im Korrektorat über eine umfassendere Überarbeitung des Textes, das Schreiben ergänzender Texte, den Satz bis zur Betreuung des Druckprozesses kümmere ich mich um Ihr Buchprojekt.

Korrektorat
Kampf dem Fehlerteufel!

PR-Redaktion
Von Idee oder Text zu Ihrer Firmenveröffentlichung: Pressemeldung, Flyer, Geschäftsbericht, Chronik oder Sonstiges – ich betreue Ihre Veröffentlichung von der Idee bis zum fertigen Produkt. Corporate Publishing aus einer Hand.

Online-Redaktion
Von einzelnen Texten bis zu Ihrer neuen Webpräsenz – ich kümmere mich um Ihr Projekt.

lesen, Sachbuchtipps

Denis Scheck. Schecks Kanon (2019)

Die 100 wichtigsten Werke der Weltliteratur von „Krieg und Frieden“ bis „Tim und Struppi“ – Diese „Inhaltsangabe“ auf dem Titel von Schecks Kanon fasst gut zusammen worum es im Buch geht: Um eine höchst subjektive und auch ungewöhnliche Auswahl eines Kanons, also der Bücher, die man als gebildeter Mensch gelesen haben sollte. Und so ungewöhnlich die Auswahl zum Teil ist, so unterhaltsam präsentiert sie der Autor, mit vielen klugen Gedanken, aber ohne erhobenen Zeigefinger.

Wie viele neue Bücher erscheinen allein in Deutschland pro Jahr? 100.000? Dazu kommen natürlich noch jede Menge älterer Bücher, Klassiker, die in der Schule oder an der Uni behandelt werden, Unterhaltsames, das meist schon vergessen ist, und natürlich auch Bücher, die zu Recht längst in Vergessenheit geraten sind. Jede Menge Lesestoff also, bestimmt ist auch für jeden Geschmack etwas dabei. Und für Literaturmenschen sind auch wichtige Bücher dabei, weil sie Einfluss genommen haben, auf spätere Autoren, vielleicht auf das Lebensgefühl ganzer Generationen, vielleicht literarische Strömungen oder Genres begründet haben.

Die Qual der Wahl

Aber wie findet man als Leser „gute“ Bücher? Und was ist eigentlich ein „gutes“ Buch? Die zweite Frage ist nicht einfach zu beantworten, es gibt zu viele unterschiedliche Kriterien. Als Leser findet man ein Buch wohl meistens dann gut, wenn es einen anspricht, einen fesselt, vielleicht zum Nachdenken anregt oder einen ein fremdes Leben miterleben lässt. Zusammengefasst: Jeder Leser hat seine eigenen Ansprüche an ein gutes Buch, häufig völlig unabhängig von Kritikermeinungen. Das heißt aber auch, dass man als Leser angewiesen ist auf Empfehlungen, um aus der Fülle der Neuerscheinungen und älteren Werken das für sich passende Buch zu finden. Deshalb florieren Blogs, treffen sich Büchermenschen auf Instagram oder auf anderen modernen Plattformen. Doch dort geht es meistens um die gut verkauften Neuerscheinungen, nicht umsonst sind die Blogger inzwischen Bestandteil jeder Marketingstrategie der Verlage.

Weltliteratur

Und was ist mit den älteren Büchern? Was mit den Klassikern – und vor allem, was ist mit dem weiten Feld der „Weltliteratur“? Die unterschiedlichen Definitionen der Literaturwissenschaftler jetzt mal außen vor gelassen: Wie kann man sich als Leser in diesem weiten Feld zurechtfinden? Wer bietet Orientierung – außer den literaturwissenschaftlichen Fachbüchern, deren Kriterien für den „normalen“ Leser nicht wirklich überzeugend sind?

Subjektiv

Ja, richtig, hier kommt Schecks Kanon ins Spiel. Auch wenn Denis Scheck Germanistik studiert hat und als Literaturkritiker vermutlich ein paar wissenschaftliche Kriterien für ein gutes Buch im Hinterkopf hatte, als er dieses Buch schrieb, so muss die Auswahl zwangsläufig subjektiv sein. Und das ist für uns als Leser auch sehr gut so: Denn Scheck hat Werke ausgewählt, bei denen er ins Schwärmen gerät, bei denen man seine Begeisterung aus seinem Text herausliest, zu denen er mehr sagen kann, als dass das Werk wichtig in der Literaturgeschichte seines Landes ist oder war …

Ein bunter Kanon

Entstanden ist eine wunderbar bunte Mischung, die das Herz jedes echten Literaturliebhabers erfreut. Es geht auf dieser Bücherreise quer durch Länder und Zeiten und Genres. In Schecks Kanon finden sich Astrid Lindgrens Karlsson vom Dach, Tim und Struppi, Harry Potter; es gibt einige Klassiker, die man erwartet wie Krieg und Frieden, Effi Briest, Stolz und Vorurteil; Ovids Metamorphosen, aber auch Krimis von Agatha Christie und Dorothy L. Sayers; Proust, Sappho und Frankenstein, Nietzsche und die Gebrüder Grimm, Kleist, Kafka und Nils Holgerson, Der Report der Magd, Goethe und Tausendundeine Nacht

Das frivole Unternehmen

Dass Scheck in seinem „Vorwort zu einem frivolen Unternehmen“ ausgerechnet mit Stefan Raab anfängt, hätte mir persönlich fast das Weiterlesen vermiest. Dabei beginnt Scheck hier wie er im Buch fortzufahren gedenkt: Er stellt einen Bezug von Literatur zur heutigen, häufig vulgären Alltagsrealität her. Während er in seinem Vorwort einen klugen und durchaus optimistischen Blick auf die Situation des Lesens und des Buches in unserer Gesellschaft wirft, sieht er sein eigenes Buch durchaus kritisch: „Natürlich ist jeder Anspruch als einzelner Literaturkritiker einen Kanon zu formulieren schierer Größenwahn. Aber Größenwahn kann ja mitunter auch ganz lustig sein – nicht umsonst habe ich Astrid Lindgrens größenwahnsinnigen Herrn Karlsson vom Dach an den Anfang des Unternehmens gestellt.“ (S. 18-19)

Horizonterweiterung

Ein bisschen Größenwahn hat hier jedenfalls zu einem Buch geführt, das viele literarische Werke mit amüsanten Zusammenfassungen oder Bezügen zur Gegenwart vorstellt, einem Buch, dem man die Begeisterung für Literatur anmerkt – und dem zu wünschen wäre, dass es viele Leser ansteckt, die bisher noch nicht über ihren eigenen Horizont hinausgeblickt haben. Denn die wirklich guten und wichtigen Bücher findet man nicht unbedingt unter den Neuerscheinungen oder in seinem Instagram-Feed!

Denis Scheck. Schecks Kanon. Die 100 wichtigsten Werke der Weltliteratur von „Krieg und Frieden“ bis „Tim und Struppi“. München: Piper Verlag, 2019.

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

Buchtipps: KrimiLiebe

Amanda Cross. Gefährliche Praxis (1988)

Der Mord an ihrer Studentin lässt Literaturprofessorin Kate Fansler keine Ruhe. Nicht nur hatte sie ihr die Praxis empfohlen, in der sie ermordet wurde, sondern ein Freund und Fansler selber stehen unter Mordverdacht. Die Polizei tappt im Dunkeln und hat nach Fanslers Meinung nicht das nötige Hintergrundwissen. Da macht sie sich lieber selber an die Ermittlungen – zum großen Vergnügen der Leserin.

Mehr über dieses intelligente Salonstück für Literaturliebhaber, das unter dem Titel In the Last Analysis bereits 1964 in den USA erstmals erschienen ist, auf LiteraturLese.de!

Buchtipps: LiteraturLese

Delphine de Vigan. Dankbarkeiten (2020)

Michka Seld scheint in der letzten Zeit alles zu verlieren, alles entgleitet ihr – das macht ihr zunehmend Angst, Albträume plagen sie. Als es zu schlimm wird, zieht sie in ein Seniorenheim, wo sie sich aber nicht eingewöhnen kann. Sie hat nur noch einen Gedanken: Das Ehepaar finden, das sie als Kind vor den Nazis versteckt hat, um sich endlich dafür zu bedanken, dass sie ihr dieses Leben ermöglicht haben.

Dankbarkeiten erzählt vom Ende des Lebens etwas melancholisch und vor allem sehr zärtlich und eindringlich. Ein wunderbarer Roman. Mehr lesen auf LiteraturLese.de.

Buchtipps: KrimiLiebe

Gabriella Ullberg Westin. Der Läufer (2019)

Während ihre Freundinnen das gerade bestandene Abitur feiern, wird die 18-jährige Tindra Edvinsson grausam ermordet. Kriminalinspektor Johan Rokka bekommt den Fall übertragen – und fühlt sich sofort erinnert an das Trauma seiner Jugend: Damals verschwand seine Freundin Fanny von ihrer Abiturfeier, ohne irgendeine Spur zu hinterlassen.

Teil 2 mit Johan Rokka aus Nordschweden. Mehr zum Krimi auf LiteraturLese.de!

Buchtipps: KrimiLiebe

Gabriella Ullberg Westin. Der Schmetterling (2018)

Henna Pedersen und ihre Kinder warten auf den Weihnachtsmann – doch der bringt in diesem Jahr keine Geschenke, sondern erschießt die junge Mutter. Wenig später findet Hennas Mann, der bekannte Fußballer Måns Sandin, ihre Leiche im Badezimmer des gerade erst bezogenen Hauses. Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass Henna außerdem eine Überdosis eines Schlafmittels intus hatte …

Serien-Auftakt aus nordschwedischem Schneegestöber. Mehr dazu auf LiteraturLese.de!